OFFF Barcelona: Let’s feed the Future.

Jürg Schaeppi
30.6.2016
in
Trends

Art Director Philippe Meier und UX/UI Designer Jürg Schaeppi waren am «International Festival for the Post-Digital Creation Culture» – und haben Insights und Inspirationen mitgebracht.

Inspirationen à discrétion.

Das Offf Festival feiert dieses Jahr sein 15-jähriges Jubiläum – wie immer mit zahlreichen Konferenzen, Workshops, Ausstellungen und Performances für Digitalfans und Kreative aus aller Welt. Und zum ersten Mal mit Philippe und Jürg von Notch Interactive. Drei Tage lang pilgerten die beiden jeden Morgen ins Designmuseum Disseny. Dieser – schon rein äusserlich inspirierende – Ort war Schaubühne für die talentiertesten Designer und einflussreichsten Avantgarde-Künstler der digitalen Welt. Sie stellten an der OFFF ihre Projekte und Portfolios vor, teilten ihr Wissen, erklärten den Entstehungsprozess von der Idee zur Umsetzung – und setzten dabei Trends für die Zukunft. Das Learning nach drei Tagen geballter Kreativität? Glaube an das, was du tust und hab Spass dabei. Lass dich inspirieren – und gehe mit offenen Augen und Ohren durch die Welt. Und: Arbeite mit anderen zusammen, denn gemeinsam bist du stärker.

Hochkarätiges Line-up.

Doch was genau ist das Festival? «It’s a combination of Offline/Online designers, Motion Designers, Thinkers, Sound Designers, Graphic Designers, Theorists, Developers, Professionals, Students… Putting the titles aside, OFFF is made for the curious», so die Antwort auf der offiziellen Webseite . Insgesamt haben an der OFFF 2016 rund 50 Talente ihre Arbeiten vorgestellt. Unter anderem IDEO, Digital Kitchen, Aardman Studios, Paula Scher, The Mill, oder UsTwo. Aus diesem hochkarätigen Line-up eine Auswahl zu treffen, war nicht einfach – hier die Top Five unserer Kreativen.

1. IDEO – Die Zukunft der Automobilität.

Die globale Innovationsberatung IDEO wurde 1991 in Palo Alto (USA) und London (UK) gegründet und schafft Lösungen für den Markt von morgen. An der OFFF hat IDEO drei visionäre Konzepte zum Thema Automobilität präsentiert.
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2. Paula Scher – Kontinuität in Design.

Die vielfach ausgezeichnete Designerin ist seit 1991 Partnerin und Geschäftsführerin bei Pentagram, der grössten unabhängigen Designagentur der Welt. Ihre Arbeiten sind stark von Street Typographie geprägt. So auch die Poster für das Public Theater in New York, für das sie seit 16 Jahren kreativ tätig ist – und dabei eine kontinuierliche visuelle Sprache beibehält.

3. Unit9 – Virtual Reality.

UNIT9 ist ein «innovation studio», das kulturelle Trends für Marken entwickelt. Das interdisziplinäre Team hat ein gemeinsames Ziel: innovativen Content erschaffen, um eine neue internationale Zielgruppe zu erreichen. Z.B. mit aktuellen Trends wie Virtual Reality .

4. Johnny Cupcakes – Marketing und Brandawareness out of the Box

Johnny Cupcakes ist ein T-Shirt-Label und gleichzeitig der Spitzname des Gründers Johnny Earle. Nach dem College verkaufte er die Shirts mit dem «Cupcake-Totenkopf» aus seinem Kofferraum heraus und hatte bald Riesenerfolg. Earle sagte jedoch allen interessierten Investoren ab: Seine Shirts sind nur online oder in eigenen Shops, den «World’s First T-Shirt Bakeries», erhältlich.

5. Signalnoise – 80er-Design 2.0

Der Künstler und Illustrator James White ist der Kopf hinter dem Signalnoise Studio. Seine Arbeiten sind eine «Hommage» an seine Kindheit – inspiriert von Neonfarben und typischen 80er-Jahr-Motiven. Diese «Nischenexistenz» gibt ihm künstlerische Freiheit bei der Gestaltung von Kundenaufträgen.

Rückblick und Trailer.

Der Name des Festivals ist ein Relikt aus der Anfangszeit: Offf fand 2001 zum ersten Mal in Barcelona statt – unter dem Namen Online Flash Film Festival. Die Vielseitigkeit und Aktualität des Programms zieht jedes Jahr zehntausende von Besuchern an. Seit 2005 wird zudem ein eigener Trailer produziert, der an der Eröffnung gezeigt wird – und mit dem Motto des Events sowie den Namen der Künstler spielt. Hier das Video des diesjährigen OFFF Festivals, Stay tuned!

Quellen: http://automobility.ideo.com/, http://www.designworklife.com/2008/06/17/192/

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