Willkommen auf dem Holodeck der Zukunft: VR.

Fabienne Baumgartner
7.6.2017
in
Trends

Virtual Reality wird oft noch als Spielerei abgetan. Doch sind die Möglichkeiten nahezu unbegrenzt, damit die Zukunft in vielen Bereichen des Lebens völlig neu und besser zu gestalten. Let’s play.

Vor geraumer Zeit hatten wir bereits gefragt «Extended Reality: «Werkbank» des 21. Jahrhunderts?» und konnten dabei erkennen, dass wir im Begriff sind, in eine völlig neue Art des Lernens, Verstehens und Arbeitens einzutauchen. Und wie es bei solchen neuen Technologien wie Virtual Reality eben so ist: die einen tauchen tiefer, die anderen bleiben mehr an der Oberfläche. Und die einen tauchen leiser, die anderen mit mehr Getöse. Wie zum Beispiel die Gaming-Industrie und einige Tech-Riesen wie unter anderem Google, die mit den unterschiedlichsten VR-Brillen für den privaten Gebrauch bei uns Verbrauchern punkten wollen. Dafür werden dann spezielle Action-Videos und Games produziert, welche die Faszination Virtual Reality beeindruckend transportieren.

Eine völlig neue Spielerfahrung.

Vor allem für die Games-Industrie ist Virtual Reality ein Segen. Natürlich wurden die Grafiken – vor allem die 3D Grafiken – immer realistischer und die Spiele so auch immer attraktiver. Doch die Möglichkeit, als reale Person in eine virtuelle Welt eintauchen zu können, um dort auf die unterschiedlichsten Arten zu interagieren, hat seine ganz eigene Faszination. So geben in der Studie «Digital Trend Outlook 2016» von PricewaterhouseCoopers (PcW) im August 2016 über drei Viertel der Befragten an, dass sie den grössten Vorteil von Virtual Reality beim Spielen von Videospielen im Mittendrin-Gefühl sehen. 48,2% empfinden die Echtzeitinteraktion als Vorteil. Und dass die klassische Spielweise mit Tastatur, Maus oder Konsole von der VR-Brille abgelöst werden könnte, beurteilten ebenfalls Viele der Befragten als positiv. Darüber hinaus betrachteten 37.7% die hochauflösenden Spiele in besserer Qualität als Plus. Bei so viel Zuspruch verwundert es nicht, dass auch 36,7% bereit sind, in VR-fähige Videospiele zu investieren. Bei den aktuellen Preisen für VR-Brillen ist das ein sehr guter Wert, der noch weiter nach oben geht, sobald die Preise runter gehen.

Nicht nur auf Spiele begrenzt.

Natürlich verbinden die meisten Menschen Virtual Reality und VR-Brillen in erster Line mit Videospielen. Darüber hinaus zeigt die Studie ebenfalls, dass sich die Befragten auch andere, kommerzielle Einsatzbereiche vorstellen können.

Interessant dabei ist, dass sich nur ein geringer Prozentsatz den Einsatz in der Automobilindustrie vorstellen kann, dort aber schon seit einiger Zeit sehr erfolgreich mit Virtual Reality gearbeitet wird. Aber nicht nur in der Vorstellung der Befragten, sondern auch ganz konkret in der Anwendung wird Virtual Reality in der Medizin sowie in der Luft- und Raumfahrt genutzt, um Evolutionen voranzutreiben oder gar neue, revolutionäre Wege zu gehen. Hier sehen viele zu Recht enormes Potenzial, selbst wenn sie dabei auf den ersten Blick nicht unmittelbar davon profitieren. Anders sieht es bei den Themen Tourismus und Freizeit aus. Wäre schon schön, vor der Buchung im Hotelbett am Ferienort mal Probe zu liegen oder zu sehen, ob der Blick aufs Meer vom grossen Balkon wirklich so atemberaubend ist.

Was im Bezug auf das Thema Freizeit auffällt ist, dass beim Einsatz von Virtual Reality in erster Linie an Veranstaltungen gedacht wird. Viel spannender wäre es doch, ginge man ins virtuelle Sportgeschäft, um dort zum Beispiel seine neuen Laufschuhe auszuwählen – inklusive anprobieren und Beratung durch einen virtuellen Mitarbeiter. Und passender Weise wählt man in aller Ruhe auch noch das ideale Outfit dazu. Was sich für Sportgeschäfte eignet, liesse sich ebenfalls auf Mode- und Schuhgeschäfte adaptieren.

Bei einem weiteren Punkt der genannten Branchen, dem Hoch- und Tiefbau, wird zwar die Raum- und Gebäudesimulation genannt, was ein echtes Erlebnis sein kann. Aber selbst hier könnte man noch einen Schritt weitergehen. Stellen Sie sich vor, Sie suchen eine neue Wohnung oder ein neues Haus. Sie gehen auf eine Immobilienwebseite, klicken ein Exposé an, setzen Ihre VR-Brille auf und machen einen Rundgang durch die Immobilie. Um dem Ganzen jetzt noch die Krone aufzusetzen: Sie haben Ihre Möbel digitalisiert und können diese nun in der Wohnung dort platzieren, wo sie wollen. Virtuelles Probewohnen sozusagen. Schöne neue Immobiliensuche.

Die Zukunft von Virtual Reality.

Das virtuelle Probewohnen mag ja jetzt noch Zukunftsmusik sein und noch ein wenig dauern, bis es dann wirklich möglich ist. Aber es zeigt auch, dass wir die Möglichkeiten von Virtual Reality noch lange nicht ausgeschöpft haben. Wie sich Virtual Reality in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird, zeigt die folgende Übersicht.

Virtual Reality über Kontaktlinsen? Wow! Das wäre echt «abgefahren». Aber wie schon gesagt: Wir stehen erst ganz am Anfang einer grossartigen Entwicklung in diesem Bereich und die Grenzen werden nur durch unsere Fantasie gesetzt.

Virtual Reality in der Werbung.

Werbung hat schon immer eine Vorreiterrolle eingenommen, vor allem bei neuen Technologien. So auch bei Virtual Reality. Zwar ist dies noch nicht flächendeckend für jeden sichtbar, aber die rasante Entwicklung von Virtual Reality wird auch hier sehr schnell ihre deutlichen Spuren hinterlassen. Sei es mit virtuellen Probefahrten im Flugzeug, mit virtuellen Möbeln für zuhause, mit virtuellen Mode- und Schuhläden an Tramhaltestellen, und, und, und – Virtual Reality bietet eine ganz neue Art des Produkterlebnis und der Markenbindung. Ganz gleich, wo man sich gerade befindet. Die Möglichkeiten scheinen grenzenlos. Welche Möglichkeiten sehen Sie für Ihre Produkte, für Ihre Marke, für Ihr Unternehmen?

Quelle: Digital Trend Outlook 2016, PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), August 2016, 32 Seiten, 14 Abbildungen

Auch spannend:

Zurück zur übersicht