Fünf Challenges für Agenturen.

Fünf Challenges für Agenturen.

Die Welt verändert sich immer schneller. Und auch das Agentur-Business, wie wir es kennen. Hier unsere Antworten auf die Herausforderungen des digitalen Wandels.

1. Zusammenarbeit

Da die Projekte immer komplexer werden, ist eine Agentur heute kaum mehr in der Lage, internationales Expertenniveau in allen Disziplinen zu besitzen. Ja nach Herausforderungen braucht es immer öfters freie Mitarbeiter und Partner, die projektrelevante «Fragmente» inhaltlich und konzeptionell beisteuern oder gegebenenfalls umsetzen. Peter van der Touw , CEO von Notch Interactive, bekräftigt: «Um in Zukunft vielschichtige Projekte zum Erfolg zu führen, müssen wir in interdisziplinären, internationalen Intercompany-Teams denken. Co-Creation ist das Stichwort.» Einzelne Mitarbeiter, Teams oder ganze Organisationen werden aufgabenbezogen zusammengeführt und bilden damit eine Art Unternehmen auf Zeit. Diese kann dank der modernen Infrastruktur (digital Collaboration) kommunizieren, Meetings abhalten und Projekte agil umsetzen. Denn insbesondere Agenturen sind nicht darauf angewiesen, dass alle Mitarbeiter ständig vor Ort sind. Möglich, dass diese Arbeitsweise früher oder später sogar die Festanstellung zum Auslaufmodell werden lässt. Zudem kann so dem kurzfristigen und dynamischen Bedarf entgegengewirkt werden.

2. Mitarbeitende

Die Generation Y, die seit einigen Jahren in die Arbeitswelt vordringt, hat andere und neue Anforderungen an den Job – und ans Leben – als die Generationen vor ihr. So sind starre Hierarchien, patriarchale Strukturen und Überstunden verpönt. Erwartet werden vielmehr flexible Arbeitsmodelle sowie eine Führung, die auf Vertrauen und Austausch statt auf Kontrolle und Anweisungen basiert. Dazu kommt, dass Unternehmen um bis zu 50% mehr Gehalt zahlen als Agenturen. Fazit: Das Agenturleben – Tischkicker und Apéros hin oder her – ist lange nicht mehr so «sexy» wie vielleicht noch vor 20 Jahren. Um beim vielzitierten «War of Talents» mithalten zu können, müssen Agenturen heute daran arbeiten, ihr dynamisches Profil und ihre spannenden Aufgaben besser zu verkaufen. Denn: Die neue Generation will sich selbst verwirklichen, etwas Sinnvolles tun – und nebenbei «Karriere und Kinder» unter einen Hut kriegen. «Die Leute sind motiviert etwas zu erschaffen, das für sie Sinn ergibt», so Peter van der Touw. «Bei uns arbeiten sie an der Zukunft mit, mit jedem Briefing entdecken wir Neuland. Ich bin mir sicher: Agenturen, die inhaltlich getrieben sind, werden sich auch in Zukunft nicht über einen Mangel an motivierten Mitarbeitenden beklagen können.»

3. Geschäftsmodelle

Die Umsatzströme der Agenturen werden vielfältiger. In Zukunft werden sie ihre Einnahmen aus verschiedenen und alternativen Geschäftsfeldern schöpfen: Langfristig werden sich nur diejenigen Agenturen gegenüber ihrer Konkurrenz behaupten, die es schaffen, neue Ertragsquellen «anzuzapfen». Peter van der Touw ist überzeugt: «Wer so weitermacht wie bisher, wird der Volatilität der Wirtschaft noch mehr ausgesetzt sein.» Alternative Geschäftsmodelle gibt es viele und sie können einen grossen Teil zum Umsatz von Agenturen beitragen. Neben dem Projektgeschäft und den Honorarpauschalen als Hauptumsatzquellen können dies sein: erfolgsbasierte Einnahmen nach dem Bonus-Malus-Prinzip, Umsatzbeteiligung, Lizenzeinnahmen, Beteiligungen an Start-ups oder der Verkauf eigener Produkte direkt an den Endkonsumenten.

4. Content

Es gibt kein Standardrezept mehr für den Erfolg einer Kampagne. Agenturen – aber auch deren Auftraggeber – müssen mehr Mut beweisen, kreativ mehr ausprobieren, um die Menschen mit Inhalten und Botschaften zu erreichen. Denn nach Berechnungen von Bob Hoffman  bleiben in der Online-Werbung von einem Euro gerade einmal 3 Cent an Werbewert übrig. Und das ist in der Schweiz sicher nicht anders. Wichtig ist daher die Konzentration auf Content, der für die Zielgruppe relevant ist. «Always on ist nur bedingt das Credo, nach dem Unternehmen im Netz handeln sollten. Wir dürfen nicht planlos alle Kanäle zuballern, sondern müssen genau zum richtigen Zeitpunkt – dem Magic Moment – mit den Leuten interagieren», so Markus Hammer , Creative Director bei Notch Interactive. Dafür ist es unerlässlich, die einzelnen Kanäle und deren Potentiale sehr gut zu kennen und diesen – zusammen mit den Kunden – eine klare Funktion innerhalb des Kommunikations- Mix zuzuweisen. 

5. Messen, Testen & Lernen

Täglich entstehen neue Möglichkeiten und Wege in der Kommunikation. Was gestern funktioniert hat, wirkt heute nicht mehr. Was heute möglich ist, ist erfolgreicher als das von gestern. In der digitalen Kommunikation hört eine Massnahme nicht mit einem «Gut zum Druck» auf. Sondern fängt beim Rollout erst richtig an. Je messbarer das Marketing wird, desto wichtiger sind klare Ziele. Je rascher die Innovation, desto mehr das konstante Testen, Lernen und Optimieren. «Das Zeitalter des Real-Time-Marketings hat erst begonnen. Wer es schafft – und das gilt für Auftraggeber wie für Agenturen – sowohl die Strukturen und Prozesse wie auch das Mindset rascher darauf anzupassen, wird als Gewinner aus dem Rennen nach zählbaren Resultaten hervorgehen», so Roger Oberholzer , Strategy Director bei Notch Interactive. 

26. Januar 2017

 – 3 Kommentare

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Kommentare

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