Zürcher Game Designerin begeistert auch «Forbes»

Zürcher Game Designerin begeistert auch «Forbes»

Mit «Niche – a genetics survival game» hat es die 27-jährige Philomena Schwab auf die «Forbes»-Liste in der Kategorie «30 under 30 – Technology» geschafft. Das Spiel wurde bereits an mehreren Festivals ausgezeichnet und die Vollversion des Computerspiels wird diesen Sommer erwartet. Lesen Sie hier das Notch Interactive Interview mit dem Digital-Talent.

1. Kreativität

Philomena, was inspiriert dich zu deinen Games? Woher kommen deine Ideen?

Ich lasse mich gerne von wissenschaftlichen Prinzipien und Theorien inspirieren. Oftmals bringen mich aber auch Games, Filme, Bücher oder Comics auf Ideen – besonders wenn ich die Möglichkeit sehe, etwas Altbekanntes auf den Kopf zu stellen. Gerade bei «Niche» kommen aber auch viele neue Ideen aus unserem mittlerweile fünfköpfigen Team.


2. Crowdfunding

Finanziert wurde «Niche» dank einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne. Was machst du, wenn das nächste Crowdfunding nicht klappt?

Dank dem Verkauf von «Niche» haben wir nun einen finanziellen Puffer für mindestens ein Jahr. Im Herbst planen wir tatsächlich die nächste Kickstarter-Kampagne für unser neustes Game «Nimbatus». 


3. Online-Erlös

Du kannst mit «Niche» bereits von den globalen Online-Erlösen leben, obwohl die Vollversion erst im Sommer auf den Markt kommt. Wie hast du das geschafft? 

Es gab nach dem Game «Spore» lange kein Spiel mehr, welches sich mit dem Thema Genetik auseinandergesetzt hat. Wir konnten also von einer Marktlücke profitieren. Auch haben wir viel Energie in den Aufbau einer tollen Community investiert, was einen sehr positiven Einfluss auf unser Marketing hatte. 

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4. Leidenschaft 

Was hat dich dazu bewogen Game Design zu studieren? 

Game Design verbindet viele meiner Interessen: das Zeichnen, Geschichten schreiben und Programmieren. Games haben mich schon früh fasziniert; aber es hat sehr lange gedauert bis ich auf die Idee gekommen bin, selbst Computerspiele zu entwickeln.


5. Community

Welchen Anteil hat die Community am Entwicklungsprozess deiner Games?

Einen grossen! Es macht viel Spass ein Game gemeinsam mit einer treuen Community zu entwickeln. Die Community liefert Ideen und hilfreiches Feedback und motiviert den Game-Designer, sich durch die harten und teilweise mühsamen Phasen der Entwicklung zu kämpfen.


6. Ausnahmetalent

Dein Spiel «Niche» katapultierte dich auf die «Forbes»-Liste der 30 einflussreichsten unter 30-jährigen der Tech-Branche. Welche Auswirkungen und welche Bedeutung hat diese Auszeichnung?

Es war eine erfreuliche Überraschung, viel ändern wird sich dadurch aber für mich nicht. Der Titel gibt mir ein bisschen mehr Credibility, was vielleicht die eine oder andere Türe aufstossen könnte. Was mich bisher am meisten überrascht hat, sind der Presserummel und ein Jobangebot aus dem Silicon Valley.


7. Indie-Studio

Seit Ende 2016 leitest du ein eigenes Game-Studio im Kreis 5 in Zürich. Sagst du damit den etablierten Triple-A-Studios den Kampf an?

Nein, mein Businesspartner Micha und ich haben da andere Vorstellungen. Als kleines Team hat man die Möglichkeit, flexibel zu sein und völlig neue und verrückte Ideen auszuprobieren. Aber auch mal auf die Schnauze zu fliegen, ohne damit gleich zig Angestellte mit in den Abgrund zu reissen. Wir wollen einfach unsere Visionen zum Leben erwecken und Spass dabei haben.


Kontakt und Information:
Philomena Schwab
M.A. Game Design
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24. Februar 2017

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