1001 Nacht sind zu wenig. Sieben Thesen zum Thema «Storytelling».

Storytelling ist so alt wie die Menschheit. Trotzdem gibt es immer wieder neue Geschichten. Und jeden Tag kommen weitere dazu. Die Frage ist: Wie erzählt man moderne Markenstories am überzeugendsten? Und worauf sollte man als Marke beim Storytelling besonders achten? Die folgenden sieben Punkte liefern einige wichtige Anhaltspunkte.

1001 Nacht sind zu wenig. Sieben Thesen zum Thema «Storytelling».

1. Gute Stories kommen aus Ihrem Markenuniversum. Und nicht von einem anderen Planeten.

Wir kennen das alle: Markenkommunikation, die sich so anfühlt, als wäre sie gar nicht für uns Konsumenten gemacht. Das ist meistens dann der Fall, wenn eine Kampagne zu viel internes Wissen transportiert und zu wenig auf unsere Bedürfnisse eingeht. Dann fühlt es sich manchmal tatsächlich so an, als stammte die Kommunikation von einem anderen Planeten.

2. Ihre Markengeschichte sollte immer dieselbe sein. Egal wo sie erzählt wird.

Moderne Markenstories werden auf ganz unterschiedlichen Kanälen gespielt. Und jeder dieser Kanäle hat unterschiedliche Eigenschaften. Da kann es schnell mal passieren, dass man beim Erzählen plötzlich das Wichtigste weglässt. Oder sich in unwichtigen Details verheddert. Damit das nicht passiert, sollten Sie darauf achten, dass Sie konsistent kommunizieren – ganz gleich ob im Netz, im Magazin oder im echten Leben. Und denken Sie daran: Am besten erzählen Sie Ihre Story natürlich dann, wenn Ihre Zuhörer gerade ein offenes Ohr dafür haben.

3. Eine fesselnde Story ist immer noch die überzeugendste Markenbotschaft.

Sie können noch so viele richtige Fakten zu ihrer Marke parat haben. Die Wahrheit ist doch: Niemand kauft sich freiwillig eine Paragrafensammlung. Wenn Sie mit Ihrer Kommunikation punkten wollen, dann sollte diese also spannender daherkommen als eine Bedienungsanleitung. Vergessen Sie doch mal einen Moment die Fakten und lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf. Sie werden sich wundern, wie viele interessierte Zuhörer Sie plötzlich finden.

4. Die besten Geschichtenerzähler sind vor allem eins: die besten Zuhörer.

Früher war Storytelling ziemlich eindimensional: Eine Marke sendete ihre Botschaft über die Massenmedien an die Zielgruppe. Doch diese Zeiten sind lange vorbei. Modernes Storytelling bedeutet Markendialog. Es ist also wichtig, nicht immer nur neue Botschaften in die Welt zu senden, sondern auch mal kurz innezuhalten und zuzuhören, was die Zielgruppe zu sagen hat. Auf diese Weise erfährt man jede Menge über die eigene Marke – zum Beispiel, was die Leute gern hören würden.

5. Gilt heute wie damals: Eine gute Headline ist schon die halbe Geschichte.

Heutzutage gibt es mehr Formate denn je, in denen Sie Ihre Story erzählen können. Und es gibt immer mehr Stories, die miteinander um Aufmerksamkeit konkurrieren. Dazu kommt: die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne eines Erwachsenen beträgt nur ca. acht Sekunden. Damit spielen wir in einer Liga mit einem Goldfisch. Sie sollten sich also sehr genau überlegen, welchen Satz Sie als Überschrift für Ihre Geschichte wählen.

6. Eine gute Geschichte müssen Sie nicht weitererzählen. Sie erzählt sich selbst weiter.

Wir leben im Zeitalter der Automatisierung – auch was das Storytelling betrifft. Denn eine gute Geschichte verbreitet sich heutzutage ganz automatisch weiter. Dazu braucht es keine Druckpressen und Fliessbänder, sondern einfach nur eine gute Idee. Und die sozialen Medien. Dank dieser Kombination verbreitet sich Ihre Story mitunter ganz ohne Ihr Zutun. Allerdings nur dann, wenn die Geschichte wirklich gut ist.

7. 1001 Nacht sind zu wenig. Markenerzählungen dürfen niemals enden.

Prinzessin Scheherazade hatte es leicht: Sie musste nur 1001 Nacht lang Geschichten erzählen, um ihr Leben zu retten. Als Marke würden sie damit nicht einmal drei Jahre überleben. Denken Sie daran: Märkte sind Gespräche. Sie tun also gut daran, wenn Sie darauf achten, dass Ihnen als Marke niemals der Gesprächsstoff ausgeht. Kleiner Tipp: Die besten Geschichten schreibt übrigens nach wie vor das Leben.

 

von Sören Schröder – 

6. Oktober 2017

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