Open Source – die Quelle zu besseren Technologien?

Als CEO und Mitbegründer von Pimcore setzt sich Dietmar Rietsch täglich mit neuen Technologien und der digitalen Transformation von Unternehmen auseinander. Dabei hat er festgestellt, dass Unternehmen wesentlich mehr Geld in Software-Lizenzen investieren als in Umsetzungen. Warum Open Source deshalb die bessere Lösung ist, erläutert er uns im Interview.

Open Source – die Quelle zu besseren Technologien?
Dietmar Rietsch, CEO der Pimcore GmbH

Individuelle Lösungen statt Standard-Produkte.

Die meisten Anwender, die sich eine Standard-Software-Lösung zum Arbeiten holen, nutzen nur einen Bruchteil davon, müssen aber 100 Prozent bezahlen. Hat Sie dieses Missverhältnis dazu bewogen, Pimcore zu gründen und individualisierbare Open Source Lösungen anzubieten?

Das war sicher einer der Gründe. Wenn auch nicht der Entscheidendste. Gerade bei der Digitalisierung von Prozessen und Geschäftsmodellen sind individuell zugeschnittene Lösungen klassischen Standard-Produkten bei weitem überlegen. Schlussendlich darf es bei der digitalen Transformation keine durch Software begründeten Kompromisse geben. Die Bedeutung für Unternehmen ist einfach zu gross und die Flexibilität, gepaart mit dem ROI und dem Time to Market, sind zu den kritischen Erfolgsfaktoren geworden. Insofern benötigen Unternehmen dynamische Software-Lösungen, die genau definierte Use-Cases abbilden können.


Effizienz statt Lizenz?

Sie sagen, dass viele Unternehmen wesentlich mehr Geld in Software-Lizenzen investieren als in die Umsetzungen ihrer Lösungen. Was glauben Sie, woran liegt das?

Das habe ich nie so gesagt, insofern passt die Frage so nicht ganz. Aus meiner Sicht ist es einfach effektiver, das durch den Open-Source-Einsatz gewonnene Budget ebenfalls in die Umsetzung zu investieren, um eine noch bessere Lösung zu erhalten. Daher sprechen wir hierbei primär von der effizienten Umverteilung von Budgets.     


Die Lösung für kleine, mittlere und grosse Unternehmen.

Wie sieht eine Partnerschaft mit Pimcore aus? Und wie kam es zu der Partnerschaft mit Notch?

Grundsätzlich sind wir überzeugt, dass unser Produktansatz für unterschiedlichste Unternehmen und auch Dienstleister zahlreiche Vorteile bringt. So sind wir die einzige Open-Source-Plattform, die die Themen PIM/MDM, DAM, CMS und E-Commerce in einer einzigen Applikation konsolidiert. Das vereinfacht die IT-Architektur, erhöht den Time to Market und ermöglicht so einen besseren ROI. Zudem ist Pimcore durch den Open-Source-Ansatz lizenzkostenfrei.

Warum Notch und Pimcore strategische Partner sind, ist eigentlich recht rasch erklärt: Notch suchte eine Enterprise Content-Management-Lösung im Open-Source-Umfeld, die es auch mit proprietären Systemen wie Adobe Experience Manager, Sitecore & Co. aufnehmen kann. Zudem brauchte Notch eine Plattform, bzw. ein Framework, um erfolgreiche Customer Experiences umsetzen zu können. Mit Pimcore konnten diese zwei Herausforderungen optimal gelöst werden und einer erfolgreichen Partnerschaft stand nichts mehr im Weg.


Die drei Säulen zum Erfolg.

Ihr Angebot basiert auf den drei Säulen Data Manager, Experience Manager und Primcore Platform. Was zeichnet diese aus?

Pimcore ist grundsätzlich eine Plattform für das Verwalten von beliebigen digitalen Daten und die Entwicklung und Gestaltung von digitalen Erlebnissen für beliebige Ausgabekanäle. Der Data Manager kümmert sich um die Verwaltung von Daten und bietet zahlreiche Funktionalitäten für das Produktinformationsmanagement (PIM) und die Medienverwaltung (DAM). Der Data Manager wird dabei vor allem im Retail-, Manufacturing-, Travel- und Automotive-Bereich genutzt.

Auf der anderen Seite gibt es den Pimcore Experience Manager. Dieser ist zuständig für die Darstellung der verwalteten Daten und Inhalte. Er verfügt über reichhaltige Möglichkeiten für personalisiertes Content-Management und beinhaltet auch eine eigene Plattform für B2C- und B2B-E-Commerce. Die Zielgruppe des Pimcore Experience Managers ist die Marketingabteilung und der Vertrieb.

Die Pimcore-Plattform ist das Bindeglied zwischen Data und Experience Manager. Die Plattform bietet gemeinsam genutzte Features, wie die APIs und das gesamte Administrations-Backend.


Mit smarten Systemen effizienter wirtschaften.

Was bedeutet die Umstellung auf Pimcore für ein Unternehmen?

Pimcore ist ein klassischer Enabler der digitalen Transformation. Mit einer smarten System-Architektur und einem soliden Framework als Unterbau bietet es PIM/MDM, DAM, CMS und E-Commerce Out of the box an. Das sind vier Lösungen, die integriert arbeiten und nicht mehr durch Schnittstellen verbunden werden müssen. Das spart Kosten und Zeit. Beides wichtige Themen, wenn es um die Digitalisierung geht.

Wenn es um die konkrete Unterstützung geht, dann sind die weltweit 86 Pimcore Partner nicht weit entfernt. Diese beschäftigen sich mit den Anforderungen und konzipieren die ideale Pimcore-Lösung.


Die Digitalisierung hat erst begonnen.

Wie schnell wird die digitale Transformation in der Schweiz im Vergleich zu Deutschland oder Österreich vorankommen?

Die Digitalisierung beschäftigt uns bereits seit den 1970er Jahren. Insofern befinden wir uns einfach in einer neuen Generation der digitalen Transformation – nur schneller und noch dynamischer. Durch den raschen technologischen Fortschritt und die Änderung des Konsumentenverhaltens wird uns dieses Thema aber noch sehr viel länger beschäftigen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz.

 

Kontaktinformationen

Pimcore GmbH
Dietmar Rietsch
CEO of the Pimcore GmbH and member of the executive board of the Elements Group
Website: www.pimcore.com
Mail: dietmar.rietsch@pimcore.com
Linkedin: Dietmar Rietsch  
Xing: Dietmar Rietsch  

5. Februar 2018

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