Facebook Ads Camp 2018 Recap.

Das Facebook Ads Camp gehört zu den wichtigsten Events der ganzen Branche. Ein voller Tag mit viel Input, inklusive DSGVO-Verzweiflung: Das Facebook Ads Camp 2018 bei uns im Rückblick.

Facebook Ads Camp 2018 Recap.
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Bullshit-Bingo und Co.

Fragen zur Orga wurden über einen Chatbot abgefragt, während der Vorträge gingen die inhaltlichen Fragen an die Speaker live über Sli.do und das neue Bullshit-Bingo mit Buzzwords wie CTR, Cambridge Analytic, Last Click Attribution sorgte für viel Spass.

Keynote: A hacking Culture / Kai Herzberger von Facebook

Die News und Infos von Kai Herzberger kommen direkt von der F8 in Kalifornien. «Instagram First» lautet das Motto bei Facebook.

Ein paar Neuigkeiten im Überblick:

  • Clear History für mehr Kontrolle der eigenen Daten
  • Facebook Dating als neues Feature für die Facebook-App
  • Sharing to Stories: Aus anderen Apps direkt auf Instagram oder Facebook teilen
  • AR (Augmented Reality) für die Messenger-Plattform
  • Standalone-VR-Headset «Oculus Go»
  • «WhatsApp Voice» als Webformat sowie neu Gruppenanrufe und Sticker

Performance 2018: Optimierung & Skalierung von Facebook Ads / Florian Litterst von adsventure

Nachfolgend 7 Hacks von Florian um Facebook Ads 2018 aufs nächste Level zu bringen:

  1. Advanced Pixel Tracking für das Retargeting mit custom Events und individuellen Parametern
  2. Website Custom Audiences aus Facebook Analytics
  3. Instagram Story Ads sind derzeit sehr lukrativ
  4. Lernphase meistern und Zielgruppen zusammenführen
  5. Super Dynamic Ads mit Slideshow in Dynamic Ads
  6. Budget optimization: Dem besten Ad automatisch mehr Budget zuweisen
  7. BID-Type Experimente, wie Open Targeting und auf Beitragsinteraktionen optimieren
  8. Go Full Funnel: Ads auf Funnel Standort ausspielen

Battle of the Giants: Facebook Ads vs. Influencer Marketing / Steffen Jecke von Projecter

Die verschiedenen, teils lächerlichen Vorfälle in der Welt des Influencer Marketings haben gezeigt, dass es schnell zu peinlichen Vorfällen kommen kann. Jedoch sollte die Werbewirkung von Influencern nicht unterschätzt werden. Vor allem punkto Optik und Budget liegen die Instagram-Sternchen ganz vorne. Aber gutes Influencer Marketing lässt sich nicht so einfach duplizieren, wie gute Facebook Ads. Die Facebook Ads lassen sich vergleichsweise viel erfolgreicher skalieren, kontrollieren und messen, dies vor allem auch unter Berücksichtigung der Rechtslage. Jedoch stellt Steffen fest, dass die Facebook Ads stetig teurer werden. 

Facebook als Growth-Channel für B2B Startups / Dennis Fäckeler von Homelike

Dennis berichtet von seinem Fehler: «Facebook Ads für ein B2B-Start-up funktioniert nicht.» Bullshit! Wir machen es nun besser und lernen von ihm, wie's richtig geht. Durch Geo-Targeting, Retargeting, Psychographic Targeting und Keywords zeigt er auf, wie man bei Google Analytics genauer tracken kann, denn «Nur was messbar ist, ist auch passiert!»

Dynamic Produkt Ads on Steroids / Thomas Hutter & Nina Aemissegger von Hutter Consulting

Thomas und Nina gaben einen Überblick darüber, wie Dynamic Product Ads funktionieren, wie man sie einsetzt und welche Vorteile es bringt. Dynamic Product Ads helfen dabei eine Kaufentscheidung beim User zu generieren. Dynamic Ads sind skalierbar, always on, Cross-Device und dynamisch relevant. «In der Regel langweilen diese Ads nicht.»

Hutter-Learning: «Wir sollen uns nicht auf den Facebook-Algorithmus verlassen, weil er uns nicht immer das liefert, was wir uns wünschen. Wir greifen dann lieber mal manuell ein – weil viel nicht unbedingt immer gut ist!»

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Facebook Ads Frequency Capping Advanced / Andreas Grimm & Christian Pensler

View Tags, damit Klickrate und Performance nicht schwinden! Andreas und Christian haben Tools vorgestellt, wie man Facebook manipulieren oder sogar in den Algorithmus eingreifen kann.

Acxiom: 3rd Party Data Targeting / Christian Fäber

Gezielt User erreichen. Dies erklärt Christian einfach und kompakt in dem man Daten sammelt, die Infos auswertet, daraus die Zielgruppen definiert und aufs richtige Targeting setzt- fertig! Mit Third-Party-Data, First-Party-Data und People-Based Marketing sollte man sich jedoch dabei auskennen, um die richtigen Kunden zu finden. Die Frage ist nur wie lange das noch möglich ist (Stichwort DSGVO).

Facebook Pixel: EU Datenschutzgrundverordnung vs Realität/ Thomas Thaler & Niklas Plutte

Thomas und Niklas klären über DSGVO auf. Bad News: «Ihr seid’s bei Facebook natürlich Datenauftragsverarbeiter (…)». Was dies hinsichtlich der Rechtslage bedeutet, lesen wir in Art. 24 und 28 der EU-DSGVO-Verordnung heraus. Die beiden heben auch nochmals den Artikel 6 f) hervor, da dieser aus ihrer Sicht nicht das Ende aller Marketing Sorgen bildet. Niklas stellt fest, dass es keine knallharte Definition gibt, mit der gearbeitet werden kann.

Was sind überhaupt «personenbezogene Daten»?
Personenbezogene Daten sind alle Informationen die sich auf eine identifizierbare natürliche Person beziehen. Eine Identifizierbarkeit wird bereits durch die jeweiligen Daten einer Person gegeben, da Informationen in Verbindung mit anderen Informationen eine Indentifizierbarkeit ermöglichen. Nutzerbasierte Cookie-ID’s, pseudonymisierte IP-Adressen oder andere Onlinekennungen zählen auch dazu.

Art.24 und 28 EU-DSGVO
Verantwortlicher: Ein Verantwortlicher ist die natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die allein oder mit anderen über Zwecke und Mittel der Verarbeitung von personenbezogenen Daten entscheidet.
Auftragsverarbeiter: Der Auftragsverarbeiter bearbeitet personenbezogene Daten im Auftrag eines Verantwortlichen.

In den meisten Fällen übernimmt Facebook die Rolle des Datenverantwortlichen. Facebook hat sich in den letzten Wochen bezüglich der notwendigen Einwilligung an alle User gewandt. Aber manchmal fungiert Facebook auch nur als Auftragsverarbeiter. Dies beispielsweise beim Custom Audiences aus Drittdaten, Facebook Pixel für die Messung von Werbekampagnen wie auch Costom Audiences aus Webseitenbesuchen oder Workplace by Facebook.

Art.6 Abs.1 lit.b DSGVO
Daten dürfen erhoben, gespeichert oder verarbeitet werden, wenn die Datenverarbeitung zur Durchführung von vorvertraglichen Massnahmen erforderlich ist. Das heisst, es handelt sich dabei um notwendige Daten währen eines Kaufprozesses im Onlineshop, Daten aus einem Kontaktformular einer Produkteanfrage oder über Gewinnspiel generierte Email-Adressen, welche auch danach für spätere Werbezwecke verwendet werden.

Art.6 Abs.1 lit.c DSGVO
Weiter dürfen Daten erhoben, gespeichert oder verarbeitet werden, wenn die Verarbeitung der Daten zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung der verarbeitenden Stelle erforderlich sind – beispielsweise für Lieferscheine oder detaillierten Rechnungen für die Finanzprüfung.

Art.6 Abs.1 lit.f DSGVO
Werbung kann auch ohne Einwilligung des Betroffenen aufgrund eines «berechtigten Interesses» des Werbetreibenden zulässig sein. Voraussetzung hierbei ist aber eine Interessensabwägung.

Mit App Install Ads auf Platz 1 der App-Store Kategorie-Charts / Daniel Willms & Jochen Englisch

Wie schafft man es, eine App in 40 Ländern erfolgreich zu etablieren und in allen App-Stores ganz oben zu landen? Die Antwort: unter anderem mit Facebook Ads. Daniel und Jochen haben gezeigt, wie sie ihre Werbeanzeigenmanager, Ad-Gestaltung und die Kampagnenlaufzeit mittels Facebook Ads managen.

From 0 to 7 figures with Facebook Ads / Dan & Luuk von GearBunch

GearBunch ist eine der am stärksten wachsenden Online-Brands für Activity-Wear. Sie haben es von 0 auf 5 Millionen in einem Jahr geschafft. Wie? Mit bunten Leggings, echtem Testing- und krasser Liebe zum Detail. Zeitgleich führten sie 40 verschiedene Tests durch: bei den Tests wurde die Farbe der Buttons getauscht und «Buy now» gegen «add to cart» getestet, Testimonials zeigen, Trustbadges einbauen und die Navigation entfernen. Ergebnis: 250% höhere CTR.

Messenger Marketing Revolution / Molly Pittman

Mollys Message: Vergesst E-Mail! Die Alternative: Facebook-Messenger – für alle Ad-Zwecke. Die Ads sind viel günstiger, weil Facebook natürlich will, dass wir im Facebook-System bleiben und niemanden auf andere Webseiten verweisen. Positiver Nebeneffekt: Kein User muss Opt-in-Mails beantworten, verbannt uns in den Spam-Ordner oder ist genervt vom vollen Posteingang.

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von Romina Lemmert – 

25. Mai 2018

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